Besonders förderungswürdiger Verein. Öffentlich anerkannter Träger der freien Jugendhilfe.

 
 

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Die Jugendgruppe



„Jugendgruppe“ in Berlin-Brandenburg-

da kannste wat erleben!

 Jugendgruppe? Was soll denn das sein? In unserem Fall sind ca. 60 Jugendliche zwischen14 und 25 Jahren, die sich an der Arbeit des Vereins beteiligen. Das heißt, dass viele bei den Feiern als Helfer, Künstler oder Organisatoren mitwirken, dass wir Veranstaltungen der offenen Jugendarbeit von Aerobic bis zu Gesprächen über den Sinn des Lebens durchführen und begleiten oder auch in den Ferien als Reiseleiter die Welt erobern. Außerdem heißt das, dass wir eine Truppe von Freunden sind, die es genießen auch mal in der Freizeit was miteinander zu unternehmen – sei es Bowlen zu gehen, zu Brunchen oder zusammen auf Wochenendtrips zu fahren.

 

Warum gerade der Jugendweiheverein?

Gegenfrage: Warum nicht? Hineingekommen in den Verein sind viele von uns eher durch Zufall. Dabei geblieben sind wir, weil wir hier Freunde gefunden haben und etwas leisten dürfen. Weil wir bei der Jugendweihe Erwachsene getroffen haben, die an uns glauben und uns Aufgaben geben, die uns herausfordern. Aufgaben, an denen wir wachsen und lernen können – ohne dass wir dabei den Spaß aus den Augen verlieren!

Und auch für den Verein ist die Jugendgruppe wichtig: Jugendweiheprogramme, die von jungen Leuten mitgestaltet werden, kommen bei den Jugendweiheteilnehmern besser an. Ebenso Jugendweihereden, die von jungen Mitgliedern gehalten werden. Weil eben Jugendliche noch am Besten wissen, was Jugendliche interessiert, bewegt, was ihnen gefällt und worüber sie sich Gedanken machen. Im Idealfall bringen die jungen Mitglieder neue Ideen in den Verein und sagen auch mal klipp und klar was „out“ ist. Die Älteren geben dafür ihr Wissen und ihre Lebenserfahrung weiter und man kann von einander lernen.
 

Beim Deutsch-Japanischen Jugendleiteraustausch 2006

als Mitglied der Jugendgruppe des Jugendweihe Berlin/Brandenburg e.V. dabei.

Vom 13. September bis zum 27. September 2006 hatte ich die wunderbare Möglichkeit, beim Deutsch-Japanischen Jugendleiteraustausch dabei zu sein. 

Gut vorbereitet durch unser Kennenlern- Seminar ging es am 13. 09. 2006 in Berlin Tegel los und unser Zubringerflug brachte uns nach Kopenhagen. Dort war unsere Delegation dann komplett und wir starteten unseren 11-stündigen Flug via Japan/Tokio.

Der herzliche Empfang durch unsere Dolmetscher Tomo & Etsuko sowie Herrn Shindo brachte uns die besondere japanische Mentalität schnell nahe. Unser Reise- und Kennenlernprogramm war nicht nur umfangreich, sondern auch ausgezeichnet und perfekt organisiert.
Natürlich ist es gar nicht möglich, alle Eindrücke dieses wunderbaren Landes zu schildern, aber der Versuch ist es wert.
So war der Besuch der Odjima Grundschule für mich ein ganz besonderes Erlebnis, zeigte es mir doch, dass in Japan die Bildung als der „wichtigste Rohstoff den das Land besitzt“ geachtet wird. Nicht nur das sehr hohe Niveau der Ausstattung mit modernster Technik, verbunden mit traditionellen Werten, beeindruckte mich, sondern auch das Mittagessen im Klassenverband hat mich sehr fasziniert.
In Akagi lernten wir dann japanische Studenten kennen, machten uns mit Konzepten der Erlebnispädagogik bekannt und dies ganz praktisch, zum Beispiel beim Bezwingen einer 4 Meter hohen Mauer.
Jugendarbeit in Japan ist im Unterschied zu unserem Land von den Strukturen her an die Bildungseinrichtungen angegliedert und wird von diesen organisiert. Ehrenamtliche Arbeit hat in Japan in allen Generationen einen hohen Stellenwert.
Beeindruckend war unser Besuch des Katastrophenschutz-Zentrums der Japanischen Feuerwehr. Hier erfolgt die gezielte Schulung der japanischen Kinder in Bezug auf die Gefahren und das richtige Verhalten im Falle von Erdbeben oder eines Taifuns. Auch wir hatten die Möglichkeit, jene Simulation zu durchlaufen.

Neben der Bildung kam aber die wunderbare Kultur, die Naturschönheiten und Sehenswürdigkeiten des Landes nicht zu kurz. Unsere Stadtentdeckung in Tokio, mein Ausflug zu einem Bergsee, der Besuch eines japanischen Tempelschreins und das japanische Kochen im „Gumma-Cooking-College“ überhäuften mich mit Eindrücken.
Abgerundet wurde unser Programm durch mein Wochenende in einer japanischen Gastfamilie. In einer Familie, wo vier Generationen unter einem Dach leben, in unserem Land kaum noch zu erleben.

Alt und Jung gemeinsam sich unterstützend und mit größter Wertlegung für die Kleinsten, denen umfangreicher Spielraum für die Entwicklung in Sprache, Geschicklichkeit und Bildung ermöglicht wird.
Im Fluge verging unsere Zeit und mit dem Flugzeug sodann zurück nach Deutschland. Hier war unser Projekt aber noch nicht zu Ende, denn im Dezember besuchten uns dann unsere japanischen Freunde und wir setzten unseren Erfahrungsaustausch über die Organisation der ehrenamtlichen Arbeit in beiden Ländern fort.
Der Deutsch-Japanische Jugendleiteraustausch 2006 war ein voller Erfolg. Für mich eine Zeit voller Anregungen, des Ideensammelns für meine ehrenamtliche Arbeit im Jugendweihe Berlin/Brandenburg e. V. und Anstoß, manches was ich lernen konnte nicht zu vergessen. Vor allem die vielen neuen Freunde auch im Deutsch-Japanischen-Zentrum Berlin.
Mein Dank gilt den japanischen und deutschen Organisatoren, sowie Frau Naoka Miura und Frau Hitomi Makino. 

Maria Rieden



Jugendweihe Berlin/Brandenburg e.V.
E-Mail: kontakt@jugendweihe-berlin-brandenburg.de