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Beim Deutsch-Japanischen Jugendleiteraustausch 2006
als
Mitglied der Jugendgruppe des Jugendweihe Berlin/Brandenburg e.V. dabei.
Vom 13. September bis zum 27. September 2006 hatte
ich die wunderbare Möglichkeit, beim Deutsch-Japanischen Jugendleiteraustausch
dabei zu sein.
Gut vorbereitet durch unser Kennenlern- Seminar ging
es am 13. 09. 2006 in Berlin Tegel los und unser Zubringerflug brachte uns nach
Kopenhagen. Dort war unsere Delegation dann komplett und wir starteten unseren
11-stündigen Flug via Japan/Tokio.
Der herzliche Empfang durch unsere Dolmetscher Tomo
& Etsuko sowie Herrn Shindo brachte uns die besondere japanische Mentalität
schnell nahe. Unser Reise- und Kennenlernprogramm war nicht nur umfangreich,
sondern auch ausgezeichnet und perfekt organisiert.
Natürlich ist es gar nicht möglich, alle Eindrücke
dieses wunderbaren Landes zu schildern, aber der Versuch ist es wert.
So war der Besuch der Odjima Grundschule für mich ein
ganz besonderes Erlebnis, zeigte es mir doch, dass in Japan die Bildung als der
„wichtigste Rohstoff den das Land besitzt“ geachtet wird. Nicht nur das sehr
hohe Niveau der Ausstattung mit modernster Technik, verbunden mit
traditionellen Werten, beeindruckte mich, sondern auch das Mittagessen im
Klassenverband hat mich sehr fasziniert.
In Akagi lernten wir dann japanische Studenten
kennen, machten uns mit Konzepten der Erlebnispädagogik bekannt und dies ganz
praktisch, zum Beispiel beim Bezwingen einer 4 Meter hohen Mauer.
Jugendarbeit in Japan ist im Unterschied zu unserem
Land von den Strukturen her an die Bildungseinrichtungen angegliedert und wird
von diesen organisiert. Ehrenamtliche Arbeit hat in Japan in allen Generationen
einen hohen Stellenwert.
Beeindruckend war unser Besuch des
Katastrophenschutz-Zentrums der Japanischen Feuerwehr. Hier erfolgt die
gezielte Schulung der japanischen Kinder in Bezug auf die Gefahren und das
richtige Verhalten im Falle von Erdbeben oder eines Taifuns. Auch wir hatten
die Möglichkeit, jene Simulation zu durchlaufen.
Neben der Bildung kam aber die wunderbare Kultur, die
Naturschönheiten und Sehenswürdigkeiten des Landes nicht zu kurz. Unsere
Stadtentdeckung in Tokio, mein Ausflug zu einem Bergsee, der Besuch eines
japanischen Tempelschreins und das japanische Kochen im „Gumma-Cooking-College“
überhäuften mich mit Eindrücken.
Abgerundet wurde unser Programm durch mein Wochenende
in einer japanischen Gastfamilie. In einer Familie, wo vier Generationen unter
einem Dach leben, in unserem Land kaum noch zu erleben.
Alt und Jung gemeinsam sich unterstützend und mit
größter Wertlegung für die Kleinsten, denen umfangreicher Spielraum für die
Entwicklung in Sprache, Geschicklichkeit und Bildung ermöglicht wird.
Im Fluge verging unsere Zeit und mit dem Flugzeug
sodann zurück nach Deutschland. Hier war unser Projekt aber noch nicht zu Ende,
denn im Dezember besuchten uns dann unsere japanischen Freunde und wir setzten unseren
Erfahrungsaustausch über die Organisation der ehrenamtlichen Arbeit in beiden
Ländern fort.
Der Deutsch-Japanische Jugendleiteraustausch 2006 war
ein voller Erfolg. Für mich eine Zeit voller Anregungen, des Ideensammelns für
meine ehrenamtliche Arbeit im Jugendweihe Berlin/Brandenburg e. V. und Anstoß,
manches was ich lernen konnte nicht zu vergessen. Vor allem die vielen neuen
Freunde auch im Deutsch-Japanischen-Zentrum Berlin.
Mein Dank gilt den japanischen und deutschen
Organisatoren, sowie Frau Naoka Miura und Frau Hitomi Makino.
Maria Rieden
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